Unternehmen / Industrie

Corona führt zu Abnahmestau bei Stadler

Analyse | Die Zahlen für das erste Halbjahr fallen schwach aus. Bis Ende Jahr will der Zugbauer einen Grossteil dieses Rückstands aufholen.

Stadler Rail wurde von der Coronakrise härter getroffen als erwartet. Der Umsatz des ersten Halbjahres liegt 10% unter den Schätzungen am Markt, der Betriebsgewinn (Ebit) verfehlte diese gar um 80%. Damit hat Stadler die Erwartungen klar enttäuscht. Interessant ist die Reaktion des Aktienkurses: Trotz der schwachen Zahlen legte dieser, nach Wochen des Sinkens, am Freitag um über 5% zu. Wie kommt das?

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen hat Stadler wegen Corona keinen Nachfrageeinbruch erlitten. Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident und neu wieder CEO ad interim, zog zum Vergleich Autoneum und Rieter heran. Bei diesen Unternehmen ist er ebenfalls als Investor und Verwaltungsrat tätig. «Bei Autoneum und Rieter gab es wirklich einen Nachfrageeinbruch, bei Stadler nicht», sagte er an einer Telefonkonferenz. Es seien keine Aufträge storniert worden. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?