In der globalen Finanzkrise vor gut zehn Jahren wurde auch der Schweizer Finanzsektor arg gebeutelt. Die Branche hat sich, trotz zusätzlichen Regulierungen, gut erholt, sie gehört immer noch zu den wichtigsten der Schweizer Volkswirtschaft. Das gilt auch im internationalen Vergleich, wie eine Studie des Instituts BAK Economics zeigt. Der Anteil des Finanzsektors an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft erreichte in der Schweiz 2018 rund 9%. Das ist im internationalen Vergleich ein hoher Wert, nur Luxemburg, Hongkong und Singapur weisen einen höheren Anteil auf. Grössere Länder wie das Vereinigte Königreich oder Deutschland liegen zurück. Die direkte Wertschöpfung des Finanzsektors erreichte 2018 rund 63 Mrd. Fr. Hinzu kommt eine indirekte Wirkung via Impulse in anderen Branchen im Umfang von geschätzten 19,8 Mrd. Fr. Auch bezüglich des direkten Beschäftigtenanteils der Branche gehört die Schweiz mit 4,4% zu den Spitzenreitern. Direkt und indirekt sind rund 365‘000 Vollzeitstellen mit dem Finanzsektor verbunden. Noch grösser als die Bedeutung bezüglich Wertschöpfung und Arbeitsplätzen des Finanzsektors ist jene als Steuerzahler. Der Fiskaleffekt betrug 2018 geschätzt 17,6 Mrd. Fr., entsprechend rund 12% der Fiskalerträge von Bund, Kantonen und Gemeinden. Der oft gescholtene Finanzplatz Schweiz bleibt eine tragende Säule des Wohlstands.