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Starkes Wachstum in Ghana weckt Interesse

Währungskrise, zweistellige Inflation, extrem hohe Zinssätze und die steigende Staatsverschuldung: Ghana hat schwere Zeiten durchgemacht. Nun wird das Land optimistischer.

Oliver Bell, Portfolio Manager

Ghana hat in den letzten Jahren zweifellos schwere Zeiten durchgemacht. Eine Währungskrise, eine zweistellige Inflation, extrem hohe Zinssätze und die steigende Staatsverschuldung belasteten die Wirtschaft. Das Wachstum hat sich mittlerweile aber erholt, und die Wirtschaft befindet sich in einer Übergangsphase. Diese positive Entwicklung stellten wir vor Kurzem bei einem Besuch in dem Land fest. Bei unserer Rückkehr hatten wir wieder Vertrauen in das Potenzial Ghanas.

Unter der Lupe

Ghana ist die zweitgrösste Volkswirtschaft in Westafrika und vom Export von Rohstoffen wie Öl, Gold, Kakao und Holz abhängig.

Um nachhaltiges Wachstum zu erzielen, muss die Regierung von Staatspräsident Akufo-Addo bei der Haushaltskonsolidierung weitere Fortschritte erzielen.

Die Wachstumsaussichten des Landes haben sich durch den jüngsten Anstieg der Ölpreise gebessert. Tullow Oil, unsere Position im Öl- und Gassektor, ist einer der Hauptnutzniesser, weil das Unternehmen die Förderung im «TEN Field» vor Ghanas Küste erhöht hat.

Um nachhaltiges Wachstum zu erzielen, muss die Regierung von Staatspräsident Akufo-Addo bei der Haushaltskonsolidierung weitere Fortschritte erzielen. Die Bemühungen um eine strukturelle Erhöhung der Steuereinnahmen, die dazu beitragen dürfte, dass die Ziele wie geplant erreicht werden können, beobachten wir aufmerksam.

Bei unseren Treffen mit Unternehmensführungen lag der Schwerpunkt auf Ghanas Bankensektor. Die Kapitalausstattung war eines der Hauptthemen bei den Gesprächen, nachdem die Bank of Ghana die erforderlichen Eigenmittel von 125 Mio. auf 400 Mio. ghanaische Cedis (rund USD 100 Mio.) erhöht hatte. Damit soll die Sektorkonsolidierung angestossen werden, um die Zahl der Banken im Land von 34 auf rund 24 zu reduzieren. Viele höher kapitalisierte Banken wie Ghana Commercial Bank (GCB), die zweitgrösste Bank des Landes, sollten gut mit dieser Änderung umgehen können, während kleinere Banken unter Druck geraten könnten.

Das Kreditwachstum war ein weiteres viel diskutiertes Thema. Das Kreditwachstum innerhalb des Privatsektors ist zwar schwach, hat sich im Vergleich zum Vorjahr aber auf 5% beschleunigt, und die beiden Banken, die wir während unserer Reise besuchten, peilen für 2018 zwischen 10% und 20% Wachstum an. Bei unserem Treffen mit Standard Chartered Ghana äusserte sich das Management optimistisch zu Ghanas fundamentalen Aussichten. Das Institut rechnet mit einer nachhaltig höheren Eigenkapitalrendite.

Die Bank weist mit 45% (Sektordurchschnitt: 21%) die höchste Quote an notleidenden Krediten auf, allerdings bei einem soliden Schuldendeckungsgrad. Mehr Sorgen bereiten uns die begrenzte Liquidität und – nach dem starken Anstieg des Aktienkurses in 2017 – das Kurs-Buchwert-Verhältnis. EcoBank Ghana hat hingegen einen proaktiveren Ansatz zur Verbesserung der Asset-Qualität gewählt und die Quote der notleidenden Kredite auf 12% gedrückt. Die Verbesserung der Fundamentaldaten und das fähige Managementteam machen diesen Titel interessant.

Unsere Reise nach Ghana hat uns mit Blick auf die Top-down-Entwicklungen wieder zuversichtlicher gestimmt. Es gibt einige weitere Aktien, die auch interessant werden könnten, wenn die Bewertungen wieder attraktive Niveaus erreichen.

Wichtigste Risiken – Folgende Risiken sind für die hierin dargestellte Strategie von wesentlicher Bedeutung:

Transaktionen mit Wertpapieren, die auf Fremdwährungen lauten, sind Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die sich auf den Wert einer Anlage auswirken können. Die Erträge können aufgrund von Veränderungen der marktbezogenen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen stärker schwanken als an anderen, weiter entwickelten Märkten. Die Anlagen sind weniger liquide als Anlagen, die an etablierteren Märkten gehandelt werden. Weitere Einzelheiten und eine vollständige Liste der Risiken entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt des Fonds.