Unternehmen / Industrie

Für Starrag kommt die Erholung erst 2022

Analyse | Die Wirkung der 2019 gestarteten Strukturoptimierung wird durch Corona verdeckt. Im nächsten Aufschwung sollte die Marge deutlich steigen.

 

Für den Fräsmaschinenhersteller Starrag waren schon die Jahre vor der Pandemie nicht einfach. Ein Verlustloch am Standort Mönchengladbach machte 2018 zu schaffen, eine breite Maschinenpalette mit zehn verschiedenen Typen unter elf verschiedenen Marken erschwerte die Realisierung von Mengeneffekten (Economies of Scale).

Entsprechend blieb die Marge auch in den guten Jahren um 2018 niedrig. Unter dem neuen CEO Christian Walti, seit Mitte 2018 im Amt, wurde 2019 das Programm «Starrag 2021» angestossen, unter anderem mit umfangreichen Massnahmen zur Standardisierung im Herstellprozess sowie mit dem Ziel, die Profitabilität deutlich zu steigern.

Kosten sind nicht das Wichtigste

Corona hat die ersten Früchte dieser Strukturverbesserungen etwas überdeckt. Aber sie sind sichtbar. So war es möglich, dass trotz eines Umsatzrückschlags von 29% auf 297 Mio. Fr. ein kleiner Betriebsgewinn von 1,3 Mio. Fr. resultierte (vgl. Tabelle). Im Vorjahr betrug er vor Restrukturierungskosten rund 13 Mio. Fr. oder 3,2%. Starrag gibt an, man habe letztes Jahr rund 20 Mio. Fr. an Kosten einsparen können, davon gehe etwa die Hälfte auf das Programm «Starrag 2021» zurück. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?