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Steht Coutts vor dem Verkauf?

Gemäss Medienberichten prüft die Royal Bank of Scotland den Verkauf des internationalen Geschäfts der Privatbank.

Nach der BSI (Lesen Sie hier mehr)könnte schon bald eine weitere in der Schweiz domizilierte Privatbank den Besitzer wechseln. Die «Financial Times» meldete am Freitag, Royal Bank of Scotland erwäge den Verkauf des internationalen Geschäfts ihrer Privatbank Coutts.

In Staatsbesitz

Die Gerüchte sind nicht neu. Die Coutts-Muttergesellschaft Royal Bank of Scotland befindet sich zu 81% in Staatsbesitz. Eine internationale Privatbank mit Kunden rund um den Globus passt für viele nicht in ein Staatsinstitut. Dass sich Coutts im US-Steuerstreit in Kategorie 2 eingereiht hat, verstärkt die Bedenken zusätzlich.

An Interessenten für Coutts sollte es nicht mangeln. Die brasilianische Investmentbank BTG Pactual, die soeben BSI gekauft hat, wird in diesem Kontext erwähnt. Zukaufen könnte jedoch auch das brasilianisch-schweizerische Institut Safra-Sarasin.

Interesse an der Schweiz wird auch Instituten aus anderen Teilen der Welt nachgesagt, vor allem aus Singapur und Südkorea. Ein Käufer aus diesem Teil der Welt sollte auch aus aufsichtsrechtlicher Sicht keine Probleme haben. Banken aus Russland, China oder Indien könnten es hier schwieriger haben.

«Überprüfen»

Royal Bank of Scotland nimmt zu den jüngsten Spekulationen nicht Stellung. Sie weist jedoch darauf hin, dass Coutts seit Februar Bestandteil der Commercial and Private Banking Division der Royal Bank of Scotland ist. Im Rahmen der Integration würden die Private-Banking-Aktivitäten überprüft.

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