Sponsored by T. Rowe Price

Klimawandel-Risiken nicht berücksichtigt

Auswirkungen auf kurzfristige Cashflows verdecken längerfristige Schwächen von ökologischen und ethischen Investments. Eine neue Analyse macht diese Anlagen leichter erfassbar.

Von Maria Elena Drew, Director of Research, Responsible Investing, bei T. Rowe Price

Die Sorge um den Klimawandel nahm im vergangenen Jahr dramatisch zu und wurde zu einem bedeutenden Anlagethema. Dennoch wirkte sich dies nur in ausgewählten Sektoren signifikant auf die Bewertungen aus. Inzwischen hat sich die Lage geändert und die Risiken und Chancen des Klimawandels schlagen sich in den Unternehmensbewertungen nieder.
Die Beurteilung, wie stark unsere Beteiligungsunternehmen gegenüber dem Klimawandel exponiert sind, sowie die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsaspekten in die langfristige strategische Planung sind für unsere Analysten und Portfoliomanager von zentraler Bedeutung. Wir sind davon überzeugt, dass fast das gesamte Anlageuniversum die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommen wird. Daher glauben wir, dass die Fundamentalanalyse in Kombination mit unserer Responsible Investing Indicator Model-Analyse kurz RIIM – einen wesentlichen Vorteil darstellt.

Das Analyse-Werkzeug von T. Rowe Price

RIIM unterstützt unsere Analysten beim Vergleich, wie sich eine Investition gegenüber einer anderen hinsichtlich unterschiedlicher klimabezogener Themen verhält. Darüber hinaus kann das RIIM einem Portfoliomanager helfen, die Höhe des Risikos zu quantifizieren, das er bei klimabezogenen Themen über das gesamte Portfolio und im Vergleich zu seiner Benchmark eingeht.

Bei der Bewertung von Faktoren des Klimawandels arbeitet das für nachhaltige Anlagen verantwortliche Investmentteam eng mit unseren Branchenanalysten zusammen. Die Aufgaben des Teams für nachhaltige Anlagen reichen von unternehmensspezifischen Analysen wie der Bewertung von Umweltratings für Immobilienunternehmen bis hin zu thematischeren Arbeiten wie der Erstellung eines Kohlenstoff-Tools. Dies ermöglicht es unseren Analysten, ihr eigenes Bruttoinlandsprodukt, Energieeffizienz, und andere Prognosen als Input zu verwenden.

Deutliche Unterschiede in Wissenschaft, Politik und Firmenberichterstattung

Wie wir in unserem aktuellen ESG-Jahresbericht festgestellt haben, besteht zwischen Wissenschaft und Politik eine tiefgreifende Diskrepanz in Bezug auf den Klimawandel. Es ist zwar positiv, dass sich die Politik in Richtung Wissenschaft bewegt. Doch die Tatsache, dass die Regulierung der Finanzmärkte schneller voranschreitet als die der Unternehmen, schafft ein Problem mit der Qualität der ESG-Berichterstattung, die wir unseren Kunden bieten können. Wenn wir z.B. die am meistverwendeten Umweltkennzahlen nehmen – die Gesamtmenge der Treibhausgas- und Kohlenstoffemissionen – stellen wir fest, dass die Offenlegungsniveaus bei den meisten Benchmarks niedrig sind.

Wir können dies zwar bis zu einem gewissen Grad kompensieren, indem wir geschätzte Kohlenstoffemissionen verwenden. Doch dies ermöglicht häufig noch immer keine vollständige Erfassung von Benchmarks und Portfolios. Daher weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass geschätzte Datensätze als Indikator für den Kohlenstoff-Fußabdruck eines Portfolios zwar sehr nützlich sind, Entscheidungen aber nicht ausschliesslich auf der Grundlage von quantitativen Datensätzen getroffen werden sollten. Sobald die Unternehmen damit beginnen, diese Informationen konsistent und in einem standardisierten Format offenzulegen, werden wir beachtliche Anpassungen sehen.

Maria Elena Drew ist seit September 2017 Director of Research Responsible Investing, bei 
T. Rowe Price. Zuvor war sie neun Jahre lang Aktien-Analystin, Portfoliomanagerin und ESG-Spezialistin bei Goldman Sachs Asset Management.

Weitere Einblicke von T. Rowe Price finden Sie hier.

Advertisement