Unternehmen / Ausland

Steigender Konkurrenzdruck im Bahngeschäft

Stadler Rail muss sich die Schienen eines Stammkunden mit chinesischem Rollmaterial teilen.

Als Peter Spuhler, CEO und Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, 2019 zuletzt Züge an die private österreichische Westbahn verkaufte, musste er sich etwas einfallen lassen: Über eine eigens dafür gegründete Gesellschaft, welche ihm privat gehört, kaufte Spuhler die fünfzehn Doppelstockzüge und leaste sie dann an die Westbahn. Dieses Jahr sollen die Züge in Betrieb gesetzt werden.

Diese Finanzierung war Teil eines Angebots, mit welchem es dem Schweizer Eisenbahnbauer gelang, den weltweit grössten Konkurrenten auszustechen: Wie Stadler damals in der Pressemitteilung ausdrücklich festhielt, zog die chinesische CRRC den Kürzeren.

Klein anfangen

Eigentlich ist es überraschend, dass CRRC überhaupt in dem Verfahren mitmischte. Im Unterschied zu Stadler, einem Spezialisten für massgeschneiderte Lösungen und kleine bis mittlere Aufträge, rührt das chinesische Unternehmen oft mit der ganz grossen Kelle an. Statt fünfzehn Zugkompositionen kann es da gut um deren zweihundert bis dreihundert gehen. Das staatlich kontrollierte Unternehmen soll allerdings ausserhalb Chinas expandieren und auf dem Weg zu mehr Marktanteil sind offenbar auch kleinere Aufträge willkommen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare