Märkte / Devisen

«Bitcoin ist transparent» – «Bei der Notenbank kenne ich Gesichter»

Marcus Dapp, Head Research Bitcoin Suisse, und Thorsten Hens, Finanzprofessor an der Universität Zürich, streiten sich über die Aussichten für die wichtigste Kryptowährung.

Bitcoin ist nichts für schwache Nerven. Der Kurs explodierte im April auf über 60 000 $ – seitdem ist er um gut ein Drittel abgesackt. Ist der Kursrückgang der Beginn des Platzens einer riesigen Blase? Könnten Regulierer der Kryptowährung den Garaus machen?

Im Streitgespräch weist Marcus Dapp, Research-Chef des Krypto-Tradinghauses Bitcoin Suisse, darauf hin, dass der Preis der Kryptowährung nach einer Konsolidierung immer höher notierte. Thorsten Hens, Finanzprofessor an der Universität Zürich, glaubt dagegen, dass sich die Spekulanten aus dem Markt verabschieden.

Zum Anfang unseres Gesprächs möchte ich die Rollen vertauschen. Herr Hens, was sehen Sie Positives an Kryptowährungen?
Thorsten Hens: Ich finde positiv, dass Kryptowährungen wie etwa Bitcoin über verschiedene Länder hinweg Leute verbinden können. Normalerweise sind Währungen getrennt nach Nationen – in der Schweiz haben wir unseren Franken, die Amerikaner ihren Dollar und die Chinesen den Renminbi. Dagegen können bei Krypto beispielsweise Subkulturen sich auch über eine eigene Währung global zusammenschliessen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?