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Stelios Haji-Ioannou: Der unbequeme Gründer von EasyJet

Vor zehn Jahren trat Stelios Haji-Ioannou unter Protest als Verwaltungsrat ab. Seither kämpft der Grossaktionär mit fast allen Mitteln gegen das Management.

Stelios Haji-Ioannou ist verärgert. So sehr, dass der Gründer und Grossaktionär von EasyJet am liebsten sowohl Konzernchef Johan Lundgren wie auch ­Verwaltungsratspräsident John Barton in die Wüste schicken möchte. Am ­Freitag kommt es zum Showdown. An einer vom 53-jährigen Geschäftsmann einberufenen ausserordentlichen Aktionärsversammlung, die den Umständen entsprechend digital stattfindet, soll über die Zukunft des EasyJet-Managements entschieden werden.

Anstoss des Zorns ist eine laufende Bestellung von 107 Airbus-Jets im Umfang von umgerechnet rund 5 Mrd. Fr. Der Gründer befürchtet, dass die Verpflichtung, die neuen Flugzeuge trotz der Flaute im Flugverkehr zu kaufen, den Low-Cost-Carrier bis Dezember ­dieses Jahres in die Insolvenz treiben könnte. Er nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund. Er spricht von Halunken, wenn er das Management meint.

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