Märkte / Makro

Schock ohne Folgen am US-Arbeitsmarkt

Im November wurden in den USA nur halb so viele Stellen geschaffen, wie Konjunkturforscher vorausgesagt hatten. Trotzdem reagierten die Märkte gelassen.

Zum Wochenausklang wartete das US-Statistikamt Bureau of Labor Statistics (BLS) mit einer konjunkturellen Schockmeldung auf: Im November nahm die ­Beschäftigung viel langsamer zu als erwartet. Ausserhalb der Landwirtschaft wurden nur 245 000 Stellen geschaffen. An den Finanzmärkten war mit einer ­doppelt so hohen Zahl gerechnet worden, und dabei hatten die meisten Analysten sehr vorsichtig geschätzt.

Noch im Oktober belief sich der – nachträglich herabrevidierte – Zuwachs auf 610 000 Stellen. Seit dem coronabedingten Wirtschaftseinbruch im Frühling sind in einem Monat nicht mehr so wenig neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Im Vergleich zu Februar fehlen damit immer noch 9,8 Mio. Stellen oder 6,5% des damaligen Niveaus. Gemäss BLS nahm im November die Beschäftigung in staatlichen Einrichtungen und im Detailhandel ab. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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