Unternehmen / Schweiz

«Steuersystem muss sich der Realität anpassen»

Daniela Stoffel, Staatssekretärin für internationale Finanzfragen, äussert sich zum Risiko des OECD-Vorschlags für die Schweiz und zu den Hürden für Fintechs.

Valentin Ade und Peter Morf

Die Finanzmärkte verändern sich rasant. Neue internationale Regulierungen sowie neue Technologien stellen vieles in Frage. Daniela Stoffel, die neue Staatssekretärin im Eidgenössischen Finanzdepartement, erklärt im Gespräch, wie die Schweiz damit umgeht.

Frau Stoffel, ein Vorschlag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD will Steuern von den Sitz- zu den Marktstaaten umverteilen. Wird die Schweiz mit ihren vielen multinationalen Konzernen da nicht verlieren?
Es ist nicht so, dass der gesamte Gewinn der Konzerne den Marktstaaten zugewiesen werden soll, ein Teil würde weiter hier besteuert. Heute gilt, dass der Gewinn besteuert wird, wo die Produktivität ist, wo also auch die Forschung und Entwicklung stattfindet. Wie die Aufteilung künftig aussieht, können wir heute nicht sagen. Aber unter dem Strich würde die Schweiz Gewinnsteuereinnahmen verlieren.

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