Märkte / Aktien

Stimmung für Chinaaktien bleibt kalt

Die grossen Technologietitel sind weiterhin mit Unsicherheit behaftet – auch wenn nach Meinung mancher Beobachter das Schlimmste vorbei scheint.

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. So kann man die Lage für die chinesischen Technologietitel umschreiben. Denn schnell aufeinanderfolgende, teils schockierende Massnahmen der Regulierer in Peking brachten die Kurse in den vergangenen Monaten unter Druck. Besonders der Online-Handelskonzern Alibaba war betroffen – ihm wurde eine Strafe wegen marktverzerrenden Verhaltens auferlegt und der Börsengang der Mobile-Payment-Tochter Ant wurde unterbunden.

In den vergangenen Wochen blieben Schreckensmeldungen von der Regulierungsfront zwar aus. Dafür enttäuschte vergangene Woche das Quartalsergebnis von Alibaba. Der Umsatz ist mit 16% schwächer gewachsen als erwartet und zeugt von Zurückhaltung der Konsumenten. Auch die Umsatzprognose hat der Konzern zurückgenommen. Der Gewinn brach 39% ein. Alibaba muss mehr investieren, um sich gegen härter vorgehende Wettbewerber wie JD.com weiterhin durchsetzen zu können.

Schwacher Konsum

Besserung ist nicht in Sicht: Die Analysten der Ratingagentur S&P Global erwarten, dass die Konsumausgaben wegen höherer Treibstoff- und Materialkosten bis auf weiteres schwach bleiben. Im Oktober hat der Einzelhandelsumsatz gegenüber dem Vorjahr nur 4,9% zugenommen. Vor der Pandemie waren noch Wachstumsraten von über 7% die Regel.

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