Märkte / Makro

Stimmung in Japans Industrie deutlich verschlechtert

Der Tankan-Bericht der japanischen Notenbank zur Industrie setzt Ministerpräsident Shinzo Abe unter Druck, der schwächelnden Wirtschaft stärker unter die Arme zu greifen. Der Nikkei verliert deutlich.

(AWP) Die Stimmung in den japanischen Industriebetrieben ist laut einer Umfrage auf das schlechteste Niveau seit fast drei Jahren gefallen. Der entsprechende Index habe sich in den drei Monaten zu März auf sechs Zähler von zuvor zwölf Punkten verschlechtert, geht aus der am Freitag veröffentlichten Tankan-Studie der japanischen Notenbank hervor. Im kommenden Quartal werde mit einem weiteren Rückgang gerechnet. Ökonomen hatten im Schnitt acht Zähler erwartet.

Die Umfrage dürfte den Druck auf Ministerpräsident Shinzo Abe und die Notenbank erhöhen, der schwächelnden Wirtschaft stärker unter die Arme zu greifen. Dem Bericht zufolge haben viele grosse Firmen trotz der Notenbank-Bemühungen, Firmen zu mehr Risikofreude bei ihren Ausgaben zu bewegen, Investitionsvorhaben gestutzt. Beobachter halten es für möglich, dass Abe nun die für kommendes Jahr geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer verschiebt. Zugleich stünden die Währungshüter unter Druck, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?