Märkte / Makro

Stolpersteine für Japan

Von der Tsunami-Katastrophe hat sich Japan erstaunlich gut erholt. Der starke Yen und Schulden bremsen eine dauerhafte Erholung hingegen.

Martin Fritz, Tokio

Die japanische Wirtschaft wächst seit vier Quartalen wieder. Zuletzt hat sich der Trend mit einem Quartalsanstieg von 0,3 % abgeflacht. Aber Notenbank und Ökonomen erwarten auch im nächsten Jahr weiter Wachstum. Trotz der Abschaltung von 48 der 50 Atomkraftwerke gibt es keine Blackouts. Firmen und Verbraucher sparen so viel Energie, dass im Juli 6,3% weniger Strom verbraucht wurde als im Vorjahreszeitraum.

«Zweiter Sonnenaufgang»

Die Verbraucher sind so gut gelaunt wie vor der Finanzkrise und konsumieren relativ zur Wirtschaftsleistung auf Rekordniveau. Die Unternehmen sparen weniger und investieren in neue Fabriken. Zugleich kaufen sie mit ihren enormen Barreserven im Rekordtempo ausländische Unternehmen zu. Die Financial Times beschrieb die M&A-Welle bereits als Japans «zweiten Sonnenaufgang» nach den 80er Jahren. Die Firmen suchen ihr Heil in der Globalisierung, weil das Heimatgeschäft wegen der rapide alternden und schrumpfenden Gesellschaft schwächelt.

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