Unternehmen / Finanz

Strafen für Banken nehmen deutlich zu

Aufsichtsbehörden gehen scharf gegen Fehlverhalten der Banken vor. Weil sie auf Abschreckung setzen, verlangen sie höhere Strafzahlungen.

Der Schock ist immer noch nicht ganz verdaut: 9 Mrd. $ muss die französische Bank BNP Paribas den US-Behörden zahlen, weil sie Handelssanktionen umgangen hat. Es ist ein neuer Rekord, ein solches Bussgeld wurde zuvor noch über keine Bank verhängt.

Und schon geht es weiter: Diese Woche berichteten verschiedene Medien, die Commerzbank aus Deutschland werde als nächstes wegen Sanktionsvergehen büssen müssen. Gemäss Reuters wird über eine Zahlung von 600 bis 800 Mio. $ verhandelt. Die US-Bank Citigroup verhandelt laut «Wall Street Journal» mit dem Justizministerium über einen Vergleich in der Höhe von 7 Mrd. $, um den Verkauf von schlecht  strukturierten Hypothekenwertpapieren vor der Krise zu sühnen. Morgan-Stanley-Analysten schätzen, dass Banken in den USA und in Europa seit 2009 210 Mrd. $ für Strafen ausgegeben oder zurückgestellt haben. Bis 2016 sollen weitere 75 Mrd. $ hinzukommen.

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