Märkte / Makro 14:56 - 20.03.2017

Strategie für einen erfolgreichen Finanzplatz Schweiz

Nicht gegen-, sondern miteinander: So lautet das Rezept am Swiss Funds & Asset Management Forum in Bern.
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zum Stichwort
AG
Juristische Person, deren zahlenmässig fixiertes Grundkapital (Aktienkapital ) in Teilsummen (Aktien ) zerlegt ist.
Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Asset Management
Geschäftsbereich, in dem die Banken die gesamten Vermögenswerte von privaten und institutionellen Kunden aktiv selbst betreuen. Dazu gehört auch das Angebot von Anlagefonds . Gegenteil: Anlageberatung .
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Finanzplatz
Knotenpunkt des Geld- und Kapitalverkehrs. Akteure auf dem Finanzplatz sind Banken, Versicherungen, Pensionskassen und andere institutionelle Investoren. Eine spezielle Rolle spielen die Offshore-Finanzplätze.
Finma
Integrierte Finanzmarktaufsicht in der Schweiz. Die Aufsichtsbehörde vereint seit 2009 die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) , das Bundesamt für Privatversicherungen (BPV) und die Kontrollstelle zur Bekämpfung der Geldwäscherei . Zur Durchsetzung ihres Auftrags bedient sich die Finma unterschiedlicher Massnahmen, darunter sind Verfügungen (z. B. Bewilligung zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit), Empfehlungen (Behebung kleinerer Gesetzesabweichungen) und Rundschreiben (Konkretisierung des Gesetzes).
Fonds
Ein mit öffentlicher Werbung von Investoren zum Zweck gemeinschaftlicher Kapitalanlage aufgebrachtes Vermögen, das von der Fondsleitung in der Regel nach dem Grundsatz der Diversifikation auf Rechnung der Investoren verwaltet wird. Anlagefonds werden direkt bei der Bank und vermehrt auch über Internet-Plattformen gekauft und im Gegensatz zu ETF in der Regel nicht börslich gehandelt.
GV
Oberstes Organ einer AG. Neben der ordentlichen jährlichen Versammlung der Aktionäre können auch ausserordentliche GV einberufen werden.
Geldwäscherei
Vermögenswerte einer kriminellen Organisation werden systematisch in den Finanzkreislauf eingespeist, um sie dem Zugriff der Strafverfolgungsorgane zu entziehen. Das Geldwäschereigesetz und die Sorgfaltspflichtvereinbarung dienen der Bekämpfung der Geldwäscherei.
KAG
Hat 2007 das Anlagefondsgesetz aus dem Jahr 1995 ersetzt. Im KAG sind nicht nur die klassischen Investmentfonds, sondern auch weitere Formen von kollektiven Kapitalanlagen wie die Investmentgesellschaft mit variablem Kapital gesetzlich geregelt. Zudem wurden in der Schweiz neue Formen der Kollektivanlage eingeführt, Sicav zum Beispiel.
Obligation
Als Wertpapier ausgestalteter und somit handelbarer Bruchteil (Stückelung ) einer Anleihe .
Performance
1. Verlauf des Kurses eines Wertpapiers. 2. Meist in Prozenten ausgedrückte Wertentwicklung eines Portefeuilles inklusive Ausschüttungen (reinvestiert). 3. Anlagepolitische Leistung der Leitung eines Anlagefonds, einer Beteiligungsgesellschaft, eines Hedge Fund oder einer Pensionskasse mit Blick auf das Anlageziel.
VR
Überwacht und lenkt (über die Strategiefestlegung) für die Gesamtheit der Aktionäre die Geschäftsleitung eines Unternehmens. Die VR-Mitglieder einer AG schweizerischen Rechts müssen in der Regel mehrheitlich das Schweizer Bürgerrecht besitzen und in der Schweiz wohnhaft sein. Der VR besteht aus exekutiven (unternehmensinternen) und nicht exekutiven (externen) Mitgliedern. Immer mehr setzt sich im Rahmen einer guten Corporate Governance die Praxis durch, dass ein bedeutender Teil der VR in keiner geschäftlichen Beziehung zum Unternehmen stehen darf. Der VR wird von der GV gewählt.
Verhaltensregeln
Verfolgen den Ansatz der Selbstregulierung. Zu den wichtigsten Verhaltensregeln auf dem Finanzplatz Schweiz zählen diejenigen für Effektenhändler der Schweizerischen Bankiervereinigung .
Vermögensverwaltung
Geschäftsbereich, in dem die Banken die gesamten Vermögenswerte von privaten und institutionellen Kunden aktiv selbst betreuen. Dazu gehört auch das Angebot von Anlagefonds . Gegenteil: Anlageberatung .
Volkswirtschaft
Von Ökonomen verwendetes Synonym für die Wirtschaft eines Landes beziehungsweise einen Wirtschaftsraum wie die EU .

Das Klima war schon anders – Finanzsektor, Politik und Aufsichtsbehörde hatten nach der Finanzkrise unterschiedliche Vorstellungen, wie der Schweizer Finanzplatz sicherer, stärker und besser werden sollte. Man beargwöhnte sich gegenseitig, Misstrauen, Konfrontation und gegenseitige Vorwürfe behinderten den Aufbau neuer Strukturen zur Vertrauensbildung und zur Stärkung des Schweizer Bank- und Finanzwesens.

Inzwischen liegen mit dem Finanzdienstleistungs- (Fidleg) und dem Finanzinstitutsgesetz (Finig) zwei zentrale Bausteine vor. Prallten zu Beginn des Gesetzgebungsprozesses die Fronten aufeinander – Übereifer von Politik und Aufsicht versus Skepsis und Ablehnung in der Finanzwirtschaft –, haben sich die Emotionen mittlerweile gelegt und sind einer sachlichen Diskussion gewichen. Das kam am diesjährigen Forum des Asset-Management- und Fondsverbands (Sfama) am Freitag in Bern deutlich zum Ausdruck. Die Tagung stand ganz im Zeichen des Bekenntnisses, dass bei allen inhaltlichen Differenzen und Aufgaben das Ziel sein muss, den Schweizer Finanzplatz fit und stark zu machen – punkto Wahrnehmung und Schlagkraft im Inland und in Bezug auf gleich lange Spiesse im Ausland.

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