Unternehmen / Gesundheit

Scharfe Zäsur für Straumann

Analyse | Erholung im Dentalmarkt dauert länger als erwartet. Fast jede zehnte Stelle wird abgebaut.

Schmerzhafte Anpassung an eine rauere Realität: Straumann streicht weltweit 660 von 7680 Stellen, davon 60 am Hauptsitz in Basel. Insgesamt ist es eine Reduktion um 9%.

Die Ankündigung der einschneidenden Massnahme am Donnerstagmorgen kam einigermassen überraschend. Erst vor zwei Wochen hatte das Dentalunternehmen über das erste Quartal und etliche Sparvorhaben berichtet, darunter Kurzarbeit.

Nach einem guten Start ins Jahr brach der Umsatz Mitte März ein, um rund 50% in der zweiten Monatshälfte. Im April betrug das Minus sogar 70%.

Patienten zögern

Offenbar hat sich nun seit Anfang Mai gezeigt, dass die Patienten trotz vermehrter Wiedereröffnungen nur zögerlich in die Zahnarztpraxen zurückkehren. CEO Guillaume Daniellot kommentierte an einer Telefonkonferenz: «In nahezu allen Schlüsselmärkten sind das Konsumentenvertrauen und die verfügbaren Einkommen deutlich gesunken.» Viele nicht dringende Zahnbehandlungen würden aufgeschoben.

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