Unternehmen / Gesundheit

Straumann kommt günstig davon

ClearCorrect, die Tochter des Herstellers von Zahnimplantaten, beendet eine juristische Auseinandersetzung mit Align Technology durch eine Millionenzahlung.

(AWP/AS) Die Straumann-Tochter ClearCorrect hat einen langjährigen Patentstreit mit der amerikanischen Align Technology aussergerichtlich beigelegt. Dies kostet den Dentalimplantathersteller 35 Mio. $.

Im Gegenzug wird Align sämtliche hängigen Verfahren wegen Patentverletzungen gegen ClearCorrect einstellen, teilte Straumann (STMN 841 -1.04%) in der Nacht auf Freitag mit. ClearCorrect werde die Nichtigkeitsklage gegen bestimmte Align-Patente in den USA und in Brasilien zurückziehen.

Die Auseinandersetzung begann schon mehrere Jahre vor der im Sommer 2017 durchgeführten Übernahme von ClearCorrect durch Straumann. Die Kosten des Vergleichs seien bereits weitgehend im Kaufvertrag berücksichtigt worden. Straumann rechnet noch mit einem Einmalaufwand von rund 8 Mio. Fr. im ersten Halbjahr 2019. Im vergangenen Jahr hat das Basler Dentalunternehmen einen Betriebsgewinn von 343 Mio. Fr. ausgewiesen.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) wertet den juristischen Vergleich als «erfreulich». Das Management von Straumann könne sich nun noch klarer auf die Umsetzung der Strategie konzentrieren. Die Analysten von Vontobel (VONN 52.65 -1.4%) vertreten die gleiche Meinung. Die Bank lässt die Titel auf «Kaufen», mit Kursziel 910 Fr.

Die Rechtsstreitigkeiten reichen zurück ins Jahr 2011. Zum Zeitpunkt der Übernahme von ClearCorrect hat Straumann bereits einen Teil des Kaufpreises von 140 Mio. Fr. für die Begleichung allfälliger Prozesskosten zurückgestellt.

Der Markt für transparente Korrekturspangen wächst kräftig. Die von Ex-ABB-Chef Joe Hogan geführte Align Technology ist mit grossem Abstand die Nummer eins auf diesem Gebiet.

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