Unternehmen / Gesundheit

Stresstest für die Versorgung mit Medikamenten

Covid-19 hat Schwächen in der Lagerhaltung und der Verteilung von Heilmitteln offengelegt. Insgesamt hat das System aber funktioniert.

«Es hat alle kalt erwischt», lautet das Fazit von Andreas Koch. Er ist Leiter von Galexis, der mit Abstand grössten Distributorin von Medikamenten in der Schweiz. Der Ausbruch der Coronapandemie hat nicht zuletzt auch die Medikamentenversorgung einem noch nie dagewesenen Stresstest ausgesetzt.

Galexis verarbeitet normalerweise etwa 350’000 Packungen pro Tag – am Montag, dem 16. März, als der bundesrätlich angeordnete Lockdown begann, waren es doppelt so viele. Zwar bestand laut Koch keine Gefahr, dass lagerhaltige Medikamente plötzlich nicht mehr erhältlich gewesen wären, trotzdem kam es zu Hamsterkäufen. Um die Nachfrage zu bewältigen, belieferte die Galenica-Tochter die Kunden während einiger Tage statt zwei nur noch ein Mal pro Tag. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?