Die weltweiten Erzeugungskapazitäten von Kohlekraftwerken sind gewaltig. Sie erreichen gegenwärtig über 2000 Gigawatt installierte Leistung in insgesamt 78 Ländern. Zum Vergleich: Die Leistung des Atomkraftwerks Leibstadt erreicht 1,275 GW, diejenige des Wasserkraftkomplexes Cleuson-Dixence rund 2 GW. Zur Jahrtausendwende wurde noch in 66 Ländern Strom aus Kohle (Kohle 65.6 0.15%) erzeugt; seither sind 13 weitere hinzugekommen, und Belgien ist ausgestiegen. Fast die Hälfte des weltweiten Kohlekraftwerkparks steht in China, zudem entfällt mehr als ein Drittel der geplanten oder bereits im Bau befindlichen Zusatzkapazitäten von global ca. 570 GW auf China. Die Volksrepublik, der grösste Kohlendioxidemittent der Welt, verbraucht auch etwa die Hälfte der jährlichen Kohleförderung. Die weiteren grossen Kohleverstromer und damit auch CO2-Emittenten sind die USA (wo keine neuen Kapazitäten vorgesehen sind) und Indien, das die Kohleverstromung ausbauen will (die Projektpipeline ist allerdings erheblich geschrumpft). Länder wie Deutschland, das Vereinigte Königreich und Kanada wollen aussteigen. Neue Luftschutzvorschriften erhöhen den Investitionsbedarf und die Betriebskosten, die «dreckigsten» Werke müssen in manchen Ländern geschlossen werden. Grosse Teile namentlich des europäischen Kohlekraftwerkparks geraten wirtschaftlich zunehmend in Schwierigkeiten.