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«Designers Choice», Folge 19: Warum das Gestalterduo Hürlemann und Husslein keine Blumen braucht, um eine Vase von Linck aufzustellen.

Etwas Zeitloses zu erschaffen, das Modetrends überdauert, gehört zur Intention der meisten Gestalter. Der Klassiker ist die Kür. Eine Schweizerin, der ein solcher Wurf gelungen ist, ist die 1983 verstorbene Keramikkünstlerin Margrit Linck.

Zwischen 1940 und 1980 entwarf sie mehrere hundert Keramikobjekte. Darunter zahlreiche skulpturale Vasen – jede in ihrer Form einzigartig.
Doch was macht Margrit Lincks Vasen so zeitlos schön? Die Objekte setzen sich aus mehreren Rotationskörpern zusammen. Manche davon erinnern an Perlen einer Kinderkette, andere an Trichter oder eine Säulenstruktur. Die meisten dieser Körper sind veränderte geometrische Grundformen. Ihre ungewöhnlichen Proportionen und das Verhältnis der einzelnen Teile zueinander verleihen jeder Vase ihren ganz eigenen, verspielten Charakter und erzeugen eine bleibende Spannung. Man kann sich daran einfach nicht sattsehen.

Margrit Linck hat ihre Keramiken meistens und zum Schluss ausschliesslich in Weiss gestaltet. Für sie kam die Form mit dieser Farbe am besten zur Geltung. Ein weiterer Beitrag zur Ästhetik dieser Keramiken ist, dass sie von Hand auf der Drehscheibe gefertigt werden.

Heute führt Annet Berger das Berner Linck-Atelier in der dritten Generation. Seit sie die Leitung der Manufaktur von ihrer Tante, einer Schwiegertochter Margrit Lincks, übernommen hat, stösst diese zeitlos moderne Gebrauchskeramik auch im Ausland auf Resonanz.

Unserer Meinung nach kommen Linck-Vasen in der Gruppe übrigens am besten zur Geltung. Da bleibt uns nur eines übrig: sammeln.