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Sulzer: «Prognose könnte zu konservativ sein»

Die Industriegruppe ist auf Grundlage des ersten Quartals optimistisch.

(Reuters/AM) Der Maschinenbauer Sulzer prüft trotz des konjunkturellen Gegenwinds eine Anhebung des Ausblicks. «Wir waren wahrscheinlich etwas konservativ, weil wir anerkennen, dass die Welt derzeit ein komplizierter Ort ist», sagte Konzernchef Greg Poux-Guillaume in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

«Auf der Grundlage des ersten Quartals ist es ziemlich wahrscheinlich, dass wir unsere Prognose erhöhen werden.» Bisher peilt der Pumpenhersteller für 2019 einen organischen Anstieg des Auftragseingangs um 2 bis 5% und des Umsatzes um 3 bis 5% an. Im ersten Quartal belief sich das Auftragswachstum währungsbereinigt auf 9,6%, organisch auf 8,4%. Sulzer legt den Halbjahresabschluss am 24. Juli vor.

Den hohen Zuwachs im ersten Quartal hatte Sulzer (SUN 90.25 -0.72%) damals mit Bestellungen, die eigentlich im zweiten Quartal erwartet worden waren, begründet. Jetzt zeigt sich offenbar auch für das zweite Quartal ein deutlicher Zuwachs. Dazu kommt, dass Sulzer in den letzten Monaten zwei Akquisitionen mit Umsatzvolumen von zusammen immerhin gut 90 Mio. Fr. (knapp 3% des Jahresumsatzes) getätigt hat, die zusätzlich Wachstum bringen.

Schon im Frühjahr hatte Poux-Guillaume von einem anhaltend guten Auftragstrend gesprochen. Vor allem die Öl- und Gasindustrie steckt in einem Investitionsschub, der – nach der Flaute von 2015 bis 2017 – weiter andauern dürfte, auch weil ein Nachholbedarf besteht.

Auf den Gewinn werden sich die höheren Aufträge in zweifach günstiger Weise auswirken. Zum einen erhöht eine bessere Auslastung die Produktionseffizienz, was margensteigernd wirkt. Zum andern können in Phasen stärkerer Nachfrage höhere Preise durchgesetzt werden, was eine zusätzliche Margenausdehnung möglich macht.

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