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Sunrise: Freenet-CEO deutet Anteilsverkauf an

Der Chef des Sunrise-Grossaktionärs glaubt an einen baldigen Zusammenschluss in der Schweizer Mobilfunkbranche.

(AWP) Der Mobilfunkanbieter Freenet (FNTN 17.54 -1.41%) rechnet in der Schweiz womöglich schon bald mit einem Zusammenschluss in der Branche. «Wir sind mit Sunrise (SRCG 86.9 0.87%) absolut zufrieden und haben keinen zeitlichen Druck, zu verkaufen», sagte Vorstandschef Christoph Vilanek der Nachrichtenagentur Bloomberg laut eines am Freitag verbreiteten Interviewtextes. «Der Zeitpunkt kann aber bald kommen, weil wir glauben, dass die Konsolidierung in der Schweiz kommen muss.»

Freenet ist seit gut zwei Jahren mit rund 24,5% am Telekomkonzern Sunrise beteiligt, seit Monaten machen Spekulationen um Zusammenschlüsse auf dem Schweizer Markt die Runde. Im Zentrum der Gerüchte steht die Liberty-Global-Tochter UPC Schweiz, die sich mit Sunrise oder dem Konkurrenten Salt zusammentun könnte. Liberty-Global-Vorstandschef Mike Fries hatte zuletzt geäussert, Sunrise könne ein Partner sein.

Der Kabelkonzern Liberty Global (LBTYA 23.69 -1.25%) hat seine Geschäft in Europa zuletzt rundum neu geordnet: In Deutschland und mehreren osteuropäischen Ländern griff Vodafone (VOD 156.8 8.57%) zu, in Österreich will die Deutsche Telekom (DTE 14.915 1.57%) den dortigen Kabelanbieter UPC Austria übernehmen. Das Freenet-Paket an Sunrise ist derzeit an der Börse knapp 970 Mio. Fr. wert.

An der Schweizer Börse sind die Aktien von Sunrise in einem ansonsten freundlichen Markt mit den Äusserungen von Christoph Vilanek am Freitagnachmittag unter Druck gekommen. Bis um 15.55 Uhr fallen Sunrise um 1,9% auf 86,70 Fr. zurück, der breite Swiss Performance Index (SPI (SXGE 10583.71 0.27%)) gewinnt hingegen 0.8% dazu.

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