Unternehmen / Schweiz

Sunrise und Salt gehen in die Offensive

Analyse | 3 Mrd. Fr. werden über ein Joint Venture in den Glasfaserausbau investiert. Sunrise belegt Swisscom mit einer Schadenersatzklage.

Es kommt Bewegung in den verkrusteten Schweizer Telecommarkt. Sunrise, die Nummer zwei hinter Marktführerin Swisscom, und Salt, an dritter Stelle, machen im Ausbau des Glasfasernetzes gemeinsame Sache. Mit der Gründung eines Joint Venture (JV) namens Swiss Open Fiber wollen die beiden Konkurrenten bis zu 3 Mrd. Fr. in den Ausbau des zukunftssicheren FTTH-(Fiber-to-the-Home-)Netzes stecken und damit Swisscom und Kabelnetzbetreiber in Bedrängnis bringen. 

Über fünf bis sieben Jahre sollen so 1,5 Mio. Schweizer Haushalte mit sehr schnellen Internetleitungen erschlossen werden. Für Marc Furrer, den VR-Präsidenten von Swiss Open Fiber und Ex-Chef der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom, 2005 bis 2016), geht es um die «Belebung des Retailmarktes». Er sagte vor Medienvertretern: «Es braucht Konkurrenz zu Swisscom», sonst komme es zu einem faktischen Monopol. Zudem habe die Schweiz im internationalen Vergleich eine vergleichsweise geringe FTTH-Abdeckung.

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