Getestet

Suunto 9 Peak

Man möchte dieser Uhr so gern ein «Daumen hoch» spendieren. Kaum eine andere Fitness- oder Smartwatch schmiegt sich so elegant ans Handgelenk wie die Suunto 9 Peak. Allein, die inneren Werte können mit den äusseren nicht mithalten. Endgültig fällt die Uhr des finnischen Unternehmens durch, zieht man ­aktuelle Angebote der Konkurrenz in Betracht.

Suunto, gegründet 1936, hat sich als Hersteller von Messgeräten einen Namen gemacht. Im vergangenen Jahr hat ein chinesisches Unternehmen den Traditionsbetrieb übernommen. In der Fitnessszene hat Suunto nicht zuletzt dank ihrer Sportuhren einen festen Platz – und treue Fans. Die 9 Peak erklärt das zum Teil: Die Verarbeitung ist makellos. Das «minimalistische nordische Design», so der Hersteller, gefällt. Das runde Ziffernblatt wird durch Saphirglas geschützt. Lünette sowie Gehäuse aus Titan fühlen sich wertig an. Durch glasfaserverstärktes Polyamid wird die Uhr leichter und robuster. Bis 100 Meter ist die 9 Peak wasserdicht. Hier müssen sich die Finnen nicht verstecken.
Die Schwierigkeiten fangen beim Anschalten an. Die Uhr lässt sich tagsüber gut ablesen, es fehlt dem Display aber an Brillanz. Die LED-­Hintergrundbeleuchtung hilft da nicht viel. ­Bedient wird die Uhr über drei flache Tasten, die zwar hübsch designt sind, sich mit Handschuhen beispielsweise aber nur schwer erreichen lassen. Zudem verfügt die Uhr über ein berührungsempfindliches Display, das nicht immer sofort reagiert. Unklar bleibt auch nach einigen Wochen, wann nun eine Taste, wann der Bildschirm gedrückt werden will.

Alle wichtigen Sensoren für Sport sind an Bord. Auch die App fürs Smartphone, auf dem Messergebnisse abgelesen werden, gefällt durch ihre Schlichtheit. Dennoch: Um 500 Fr. werden für die 9 Peak verlangt. Ebenso viel kostet derzeit die Fenix 7 von Garmin – und demgegenüber wirkt die Suunto-Fitnesswatch ziemlich blass. Aus­sehen ist eben doch nicht alles.

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