Unternehmen / Konsum

Swatch Group rekurriert gegen Weko-Verfügung

Analyse | Der Uhrenkonzern zieht den Entscheid der Weko über die Lieferung mechanischer Uhrwerke weiter. Das Umfeld bleibt schwierig.

«Swatch Group wird die Verfügung der Wettbewerbskommission anfechten.» Das bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber «Finanz und Wirtschaft». Rekursinstanz ist das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Aufschiebende Wirkung habe die Einsprache aber keine, wie es am Konzernsitz in Biel hiess.

Einen definitiven Entscheid in der seit Jahren strittigen Thematik der Lieferung mechanischer Uhrwerke an Dritte wird die Weko voraussichtlich im Sommer 2020 fällen. Das schreibt sie in der Medienmitteilung zum Entscheid. Formell bleibt die Lieferverpflichtung bestehen.

Lieferstopp oder Lieferverbot?

Aus der Weko-Verfügung vom 16. Dezember, die FuW vorliegt, geht aber hervor: «Die Lieferungen mechanischer Uhrwerke von ETA SA Manufacture Horlogère Suisse an ihre bisherigen Kunden [….] werden ab dem 1. Januar 2020 vorläufig ausgesetzt.» Diese vorsorglichen Massnahmen gelten bis maximal Ende 2020. Die Lieferungen würden aus «faktischen Gründen» ausgesetzt. Gemeint sind terminliche Schwierigkeiten. Lieferungen an Drittkunden seien ab dem 1. Januar aus zeitlichen Gründen nicht möglich, schreibt die Weko.

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