Unternehmen / Finanz

Swiss Life konkurrenziert die Banken

Der Versicherungskonzern forciert die Beratung und Vermögensverwaltung für Privatpersonen.

Monica Hegglin und Thomas Hengartner

Die neue Swiss Life Wealth Managers versteht sich nicht als Spielart einer Versicherung, sondern als private Vermögensverwaltung. Sie erhält folgerichtig einen eigenen Auftritt samt separatem Filialnetz. Ein erster Standort mit acht Mitarbeitenden wurde diese Woche an der Tödistrasse in Zürich eröffnet, Winterthur soll in Kürze folgen. In den kommenden Jahren sollen weitere Regionen erschlossen werden.

Das Angebot richtet sich an Privatkunden. «Wir sehen im wachsenden Affluent-Marktsegment einen zunehmenden Bedarf für umfassende Beratung und massgeschneiderte Anlagemöglichkeiten», sagt Markus Leibundgut, Mitglied der Konzernleitung und CEO Swiss Life Schweiz, in einer Medienmitteilung. Unter dem Affluent-Segment sind Privatpersonen zu verstehen, die über ein freies Vermögen von 500’000 bis 3 Mio. Fr. verfügen.

Vernachlässigte Affluents

Bei den Affluents, also im mittleren Marktsegement, ortet Swiss Life offenbar eine Versorgungslücke, obwohl es zahlreiche Wettbewerber gibt, beispielsweise die Kantonalbanken. «Viele Anbieter für Finanzplanung und Vermögensverwaltung haben ihre Dienstleistungen für Privatpersonen in den letzten Jahren stark standardisiert. Kundinnen und Kunden suchen dagegen eine auf sie zugeschnittene Beratung und vertiefte Expertise», erklärt Leibundgut auf Anfrage. Es gebe einerseits Wettbewerber, die langjährige Kompetenz im Anlegen von Geldern aufwiesen. Andererseits gebe es solche mit umfassender Beratungskompetenz. Aber die Verbindung beider Elemente hebe das Swiss-Life-Angebot vom Markt ab.

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