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Swiss Life verzeichnet grosse Nachfrage

Der Versicherer steigert im Pensionskassenbereich die KMU-Verträge und die Einnahmen. Die vielen Neugeschäfte verursachen einen starken Kostenanstieg.

(AWP/TH) Die Swiss Life (SLHN 471 -0.32%) hat 2018 im Kollektivlebengeschäft die Anzahl der Verträge und auch die Prämieneinnahmen erhöht. Wegen des Rückzugs des Wettbewerbers Axa aus dem Vollversicherungsgeschäft verzeichnete Swiss Life bei Neuverträgen per 2019 eine grosse Nachfrage.

Erhöht wurden 2018 auch die technischen Rückstellungen, wodurch die Bilanzierung der Verpflichtungen sehr vorsichtig angesetzt ist. Die Eckzahlen dieses Geschäftsbereichs sind schon seit einigen Wochen bekannt.

141 Mio. Fr. Gewinnanteil

Insgesamt nahmen in der Berichtsperiode die Prämieneinnahmen im Geschäft der beruflichen Vorsorge (BVG) mit Unternehmenskunden 2,2% auf 7,8 Mrd. Fr. zu. Die Anzahl Verträge erhöhte sich um 2,1% auf 44’249 zu, wie Swiss Life am Montag mitteilte.

Für den Konzern blieb ein Spartengewinn von 141 Mio. Fr. In den beiden Vorjahren verbuchte Swiss Life in diesem Geschäftssegment Überschüsse von 161 Mio. bzw. 126 Mio. Fr.

94% des Geldkreislaufs zu Gunsten der Kunden

Auf den gesamten Kreis der Anlage- und Prämienerträge bezogen hat die Ausschüttungsquote zugunsten der Versicherten 94,2% betragen, verglichen mit 94,3% im Vorjahr. Damit seien die gesetzlichen Vorgaben erneut erfüllt worden.

Höher fielen 2018 auch die Verwaltungskosten aus, die um 9,4 Prozent auf 221 Mio. zunahmen. Dieser Anstieg sei auf die «ausserordentlich grosse» Nachfrage nach Vollversicherungslösungen aufgrund des Axa-Rückzugs aus diesem Geschäft und die damit verbundenen Zusatzaufwände für Beratung und Administration zurückzuführen, hiess es weiter.

2,2% Anlagerendite für 2018

Swiss Life selber hält an ihrer Vollsortimentstrategie weiter fest. Gleichzeitig bietet sie den Kunden auch teilautonome Lösungen an. Bei diesen verzeichnete der Versicherer im vergangenen Jahr 4’272 Abschlüsse, was gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von 51 Prozent entspricht.

Dem Überschussfonds wurden 245 Mio. nach 137 Mio. im Vorjahr zugewiesen. Swiss Life erzielte 2018 eine Anlagerendite von 2,22% , die das Unternehmen als «attraktiv» bezeichnet. Die zusätzlichen technischen Rückstellungen erhöhten sich auf 470 Mio. von 320 Mio. im Vorjahr.

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