Unternehmen / Finanz

Wie sich Swiss Life geschickt wandelt

Analyse | Der Versicherer forciert die margenstarken Angebote. Bald folgen neue Ziele.

Die Finanzziele werde Swiss Life erreichen oder übertreffen, sagte Finanzchef Matthias Aellig an der Quartalskonferenz. Ergebniszahlen gibt der Versicherungskonzern im Herbst traditionellerweise nicht bekannt. Aber die Ambitionen des Managements sind, dass 2021 der Kostensatz niedriger und der Nettogeldzufluss in der Konsequenz höher ausfällt. Vom Gewinn sollen 50 bis 60% an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Die Neunmonatszahlen belegen, wie rasch sich Swiss Life wandelt. Auf mehr als 1,6 Mrd. Fr. gewachsen sind die Dienstleistungshonorare, die sie mit der Finanzproduktberatung und der Vermittlung  sowie mit der Vermögens- und der Immobilienverwaltung verdient. Das für Anlagekunden verwaltete Vermögen übersteigt nun 100 Mrd. Fr. Das wird sich wegen vergleichsweise geringer Eigenkapitalkosten dieser Aktivitäten im Gewinn auszahlen.

Weniger Schweiz, mehr Ausland

Dafür ist das Management bereit, in dem Teil des Geschäfts mit Vorsorgeverträgen für KMU zu bremsen, der gesetzlich hohe, schwer erreichbare Pflichtleistungen auf die Konzernbilanz drückt. Forciert werden andere Produktlösungen. Im Firmenkundensegment ist es der Anschluss an die vom Konzern organisierte teilautonome Sammelpensionskasse. Für Privathaushalte konzentriert sich der Vertrieb auf Policen, die Leistungen bei Invalidität und Tod zusichern oder die mit Anlagefonds oder ETF gekoppelt sind, die der Kunde selbst auswählt.

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