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Swiss Re baut bei Phoenix Group ab

Der Rückversicherer trennt sich von einem Teil seiner Beteiligung an der britischen Phoenix Group, die er im Rahmen des ReAssure-Deals erhalten hat.

(AWP) Die Swiss Re (SREN 81.80 +0.27%) trennt sich von einem Teil ihres Anteils an der britischen Phoenix Group Holdings. Damit fliessen 437 Mio. £ (knapp 560 Mio. Fr.) in die Kasse des Rückversicherers.

Der Verkauf von etwa 6,6% sei im Rahmen einer regelmässigen Überprüfung und Neugewichtung des Anlageportfolios erfolgt, teilte die Swiss Re am Mittwoch mit. Phoenix habe die Zustimmung erteilt, die Transaktion vor dem Ablauf der eigentlich bis 23. Juli laufenden vereinbarten Haltefrist durchzuführen. Swiss Re hatte im Jahr 2020 im Zuge des Verkaufs der Tochter ReAssure an Phoenix neben Barmitteln einen Beteiligung in Höhe von 13,3% erhalten.

Nach aktueller Einschätzung werde der Verkauf zu einem Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich der SST-Quote der Gruppe führen, heisst es weiter. Auf das Ergebnis nach US-GAAP seien die Auswirkungen voraussichtlich nicht signifikant.

Kein Game-Changer

Analysten zielen in ihren ersten Kommentaren vor allem auf die SST-Quote des Rückversicherers ab. «Die Platzierung von Phoenix-Aktien verbessern die SST-Quote von Swiss Re um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz. Dies ist für die Swiss Re zwar positiv, aber aus Sicht der Kapitalrendite unseres Erachtens kein ‘Game Changer’», heisst es bei JPMorgan. Derweil dürfte der Rückversicherer warten, bis die Hurrikan-Saison vorbei ist, um über einen Aktienrückkauf zu entscheiden. Ein solcher erscheine im Moment aber eher unwahrscheinlich ne, heisst es dort weiter.

Unterdessen hebt der ZKB-Analyst Georg Marti hervor, dass mit den Beteiligungsverkäufen künftig auch die umfangreichen Dividendenzahlungen der Phoenix-Gruppe fehlen werden.