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Swiss Re erwartet Milliardenbelastung

Der Rückversicherer rechnet für das vierte Quartal 2018 mit hohen Schäden aus Naturkatastrophen.

(AWP/TH)  Natur- und von Menschenhand verursachte Katastrophen haben der Swiss Re (SREN 96.44 -1.21%) auch am Jahresende 2018 grosse Kosten eingebrockt. Im vierten Quartal schlugen die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan am meisten zu Buche. 2018 wird für die Versicherungsindustrie ein teures Jahr. Dennoch erreicht die Jahresbelastung bei Swiss Re nach bisherigen Angaben «nur» etwa zwei Drittel der 2017 entstandenen Verpflichtungen.

Alleine die Schäden aus grossen Naturkatastrophen in den Monaten Oktober bis Dezember kosten die Swiss Re schätzungsweise 1 Mrd. $, wie der Rückversicherer am Dienstag mitteilte. Die Camp- und Woolsey-Brände vom November etwa belasteten die Rechnung mit 375 Mio. Beide Brände wüteten über eine Woche lang und verursachten nach Swiss Re-Schätzungen einen Gesamtschaden von 16 Mrd. $ für die Versicherer weltweit.

Auch tropische Wirbelstürme schüttelten viele Teile der Welt durch. Die eigene Schadenbelastung durch den Hurrikan «Michael» vom Oktober 2018 wird von Swiss Re auf 150 Mio. $ geschätzt; die Taifune «Jebi» und «Trami» in Japan dürften Kosten von 320 Mio. verursacht haben. Gesamthaft werde die Branche von den Ereignissen mit geschätzten 8,5 Mrd., respektive 12 Mrd. $ belastet.

Dazu kamen Katastrophen, die durch Menschenhand ausgelöst wurden, sogenannte «Man-made-Ereignisse». Diese verursachten weitere 300 Millionen Dollar an Kosten. Dazu gehörten laut Swiss Re ein schwerer Satellitenschaden, ein Grossbrand in einem Industriebetrieb in Deutschland und ein weiterer Anstieg der geschätzten Schadenbelastung für die Überschwemmung des Ituango-Staudamms in Kolumbien.

Teures Jahr für die Versicherer

Die Gesamtschadenbelastung für die Swiss Re aus Naturkatastrophen und Man-made-Ereignissen dürfte sich im Geschäftsjahr 2018 auf 2,9 Mrd. $ vor Steuern summieren, heisst es weiter. 2017 hatte der Konzern gesamthaft 4,7 Mrd. $ solcher Belastungen zu tragen.

Für die gesamte Branche schätzt Swiss Re die weltweiten Versicherungsschäden 2018 auf 81 Mrd. $. Das sei der vierthöchste Wert gemäss eigenen Aufzeichnungen. 2018 wird also für die Versicherungsindustrie ein teures Jahr.

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