Unternehmen / Finanz

Swiss Re grosszügig mit Bonus wie mit Dividende

Der Versicherer zahlt trotz miesem Jahr dem CEO 6 Mio. Fr. und dem Präsidenten knapp 4 Mio. Den Aktionären werden 1,7 Mrd. Fr. ausgeschüttet.

Die Kassen klingeln trotz des 0,9-Mrd.-$-Verlustausweises von Swiss Re. Christian Mumenthaler, Chef des Versicherungskonzerns, hat 2020 gut 6 Mio. Fr. erhalten. Im Vorjahr wurden ihm 5,9 Mio. Fr. vergütet. Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz erhielt für sein abschliessendes Amtsjahr 3,8 Mio. Fr., gleich viel wie im Jahr zuvor. An der Generalversammlung vom 16. April löst ihn Ex-UBS-Chef Sergio Ermotti auf dem Präsidium ab.

Das Topmanagement habe im Pandemiejahr die Schwierigkeiten gut gelöst, begründet Jacques de Vaucleroy, Leiter des für Vergütungen zuständigen Verwaltungsratsausschusses bei dem Versicherer. Deshalb habe er zusammen mit den weiteren Ausschussmitgliedern bei der Festlegung der Managerboni den Ermessensspielraum genutzt, um die von der festgelegten Bonusformel gedrückten Zahlen etwas aufzubessern.

Trotz Sonderbelastung kräftig genug

Swiss Re hätte ohne die Sonderlasten wegen der Pandemiefolgen anstelle des Milliardenverlusts etwa 2,2 Mrd. $ Gewinn geschrieben, betont de Vaucleroy. Deshalb – und weil das Kapitalpolster noch immer dick sei – sollen auch die Investoren gut bedient werden.

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Leser-Kommentare

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Aloys K. Osterwalder 18.03.2021 - 17:36

Als Aktionär ist die Dividende natürlich beruhigend. Für die Zukunft
scheint aber die Münchner Rück etwas besser gerüstet. Unverständlich
bleibt für mich die fürstliche Entschädigung des SwissRe-VRP’s, besonders
im Vergleich mit dem Aufsichtsratschef der Münchner Rück.

Hanspeter Wüstiner 18.03.2021 - 17:54

Wen man grossrisiken versichert, kann deren eintritt nicht als ausnahme event betrachtet werden bei der bestimmung der boni etc. Das ist das daily business.

Aloys K. Osterwalder 18.03.2021 - 17:42

Für den Aktionär ist die SwissRe Dividende erfreulich und beruhigend.
Für die Zukunft scheint aber die Münchner Rück besser gerüstet zu sein.
Unverständlich bleibt für mich die fürstliche Entschädigung des
SwissRe-VRP’s, besonders im Vergleich zum Aufsichtsratschef der
Münchner Rück!