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Swiss Re prüft Beteiligung an China Pacific

Der Rückversicherer bestätigt, bei einer Kapitalerhöhung des Erstversicherers allenfalls Anteile zu übernehmen. Selbst gebe er keine neuen Aktien aus.

(AWP/TH) Der Rückversicherer Swiss Re (SREN 109 3.02%) prüft ein Engagement in China. Am Mittwochnachmittag bestätigte der Konzern die Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, Beteiligungsgespräche mit der in Hongkong kotierten China Pacific Insurance seien weit fortgeschritten.

Der Schweizer Konzern werde sich an einer Kapitalerhöhung des chinesischen Erstversicherers allenfalls beteiligen, heisst es in der Unternehmensmitteilung. Im Tausch eigene Aktien anzubieten, wie das in der Mutmassung der Nachrichtenagentur dargestellt wurde, käme jedoch nicht in Frage.

Aktien-Eigenbestand nicht als Tauschwährung

Das Management hält in der Mitteilung fest, es würden weder neu zu schaffende Aktien noch solche aus dem Eigenbestand an Investoren abgegeben.

Die Swiss-Re-Aktien waren zuvor am Mittwoch wegen der Spekulationen auffallend gestiegen. Der Börsenwert erreicht 31 Mrd. Fr.

China Pacific Insurance ist einer der bedeutendsten chinesischen Schaden- und Lebensversicherer. Das Unternehmen erzielt Jahreseinnahmen von umgerechnet 49 Mrd. Fr. Die Börsenbewertung steht auf umgerechnet 44 Mrd. Fr.

Zuvor war Staatsfonds dabei 

Der Singapurer Staatsfonds GIC veräusserte im März 2018 eine minderheitliche Beteiligung am chinesischen Versicherer.

An der Hongkonger Börse notieren die Valoren dieses Jahr etwa ein Viertel über dem Stand zu Beginn.

Bereits Portfolio minderheitlicher Beteiligungen

Swiss Re ist in den zurückliegenden Jahren minderheitliche Kapitalbeteiligungen an mehreren Erstversicherern in Schwellenländern eingegangen. Das Management begründete bei früheren Gelegenheiten, damit könne der Schweizer Konzern indirekt vom kräftigen Wachstum dortiger Versicherungsmärkte profitieren.

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