Unternehmen / Industrie

Swiss Steel: Neue Aktien kosten mindestens 21 Rappen

Der Stahlhersteller nennt Details zur umstrittenen Kapitalerhöhung. Mit den Massnahmen will er rund 200 Mio. € einnehmen.

(AWP) Der Stahlhersteller Swiss Steel (STLN 0.27 -1.97%) hat am Dienstag die Details zur Anfang Dezember angekündigten Kapitalerhöhung bekanntgegeben. Demnach sollen gut 1,03 Mrd. neue Aktien zu einem Mindestpreis von 21 Rappen das Stück ausgegeben werden. Swiss Steel will so bekanntlich rund 200 Mio. € lösen.

Die Kapitalerhöhung muss von den Aktionären anlässlich der für den heutigen Dienstag anberaumten ausserordentlichen Generalversammlung gutgeheissen werden. Das Geschäft ist aber umstritten. Insbesondere die Aktionärin Liwet um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg stemmt sich gegen die Finanzspritze. Mit einer Anzeige bei der Übernahmekommission will sie erreichen, dass der Grossaktionär BigPoint von Martin Haefner ein generelles Übernahmeangebot machen muss.

Um den angestrebten Mindestbruttoerlös von 200 Mio. € sicherzustellen, habe sich der Hauptaktionär BigPoint dazu verpflichtet, alle Bezugsrechte im Rahmen der Kapitalerhöhung auszuüben, teilte Swiss Steel am Dienstag mit. Darüber hinaus werde BigPoint alle Aktien zum genannten Mindestpreis zu beziehen (Backstop), welche nicht von anderen Aktionären oder Investoren bezogen werden. Weiter wurde mit Bigpoint eine Mindesthaltedauer für die neuen Aktien von sechs Monaten ausgemacht.

Die bisherigen Aktionäre sollen für jede am 11. Januar 2021 gehaltene Aktie ein Bezugsrecht für den Kauf von neuen erhalten. Für 124 gehaltene Bezugsrechte soll es dabei 63 neue Aktien geben. Die Bezugsrechte werden weder kotiert noch gehandelt und verfallen bei Nichtausübung. Die Bezugsfrist läuft vom 12. Januar bis am 19. Januar 2021.

Der Ausgabepreis für die neuen Aktien soll nach einem Bookbuilding-Verfahren für die von den bisherigen Aktionären nicht bezogenen Aktien festgelegt werden, aber wie erwähnt mindestens 21 Rappen betragen. Bekanntgeben will Swiss Steel den Ausgabepreis am 20. Januar.