Unternehmen / Schweiz

Swisscom drohen Milliardenabschreibungen

Ein Teil des Stammnetzes wäre bei Annahme des Urteils zum Glasfaserausbau unbrauchbar. Die versunkenen Kosten lägen im Milliardenbereich.

Die Kommunikationsanbieterin Swisscom hat infolge des jüngsten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts noch etwas mehr als eine Woche Zeit, um zu einer Entscheidung zu gelangen, ob sie in Berufung geht. Falls sie das Urteil strikt einhalten würde, müssten Milliardenbeträge abgeschrieben werden, meinen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Gang zum Bundesgericht ist dem Vernehmen nach naheliegend.

Der jüngste Bescheid besagt, dass Swisscom mit ihrer Abweichung von der ursprünglich festgelegten Netztopologie beim Glasfaserausbau marktbeherrschendes Verhalten an den Tag gelegt hat. Swisscom wurde zum Verhängnis, dass sie bewusst mit der einphasigen P2MP-Netzarchitektur gebaut hat statt mit dem Netzstandard P2P. Erstere dürfte kleinere Anbieter von Teilen des Glasfasermarktes ausschliessen, wie das Gericht geurteilt hat.

Alte Infrastruktur betroffen

Wie dem Gerichtsurteil zu entnehmen ist, hat Swisscom vorher bereits argumentiert, dass ein Rückbau auf den ursprünglich vorgesehenen P2P-Vierphaser-Standard mit erheblichen Mehrkosten verbunden wäre. Das betrifft nicht nur die Umstellung bestehender Einheiten seit der Netzausbaustrategie 2020, sondern auch einen Gutteil der bereits davor verlegten Infrastruktur.

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