Unternehmen / Schweiz

Swisscom steigert sich operativ

Analyse | Einmaleffekte verzerren den Gewinn des Telecomkonzerns. Italien spürt den Wettbewerb durch Iliad.

Swisscom steckt den harten Preiswettbewerb am Heimatmarkt weiter sehr gut weg. Bei der letzten Quartalskonferenz der Ära Urs Schaeppi gab es keine Überraschung im Umsatz. Der Telecomriese schaffte eine Punktlandung, wobei das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Etwas überraschend steigerte Swisscom die Profitabilität infolge geringerer Ausgaben für die Kundenbindung und lag im Ebitda mit +1,2% auf 1,1 Mrd. Fr. über den Erwartungen. 

Der Gewinn fällt mit 447 Mio. Fr. signifikant geringer aus als im Vorjahr, wobei Einmaleffekte aus dem Verkauf der Belgacom-Infrastruktur und dem Übertrag einer Beteiligung von Fastweb mitspielen. Auf vergleichbarer Basis hätte Swisscom den Gewinn gesteigert. Der operative freie Cashflow fällt wegen geringerer Investitionen mit 543 Mio. Fr. ebenfalls höher aus.

Iliad-Angriff abgewehrt?

Unter genauer Beobachtung steht der Markt Italien, wo Swisscom mit dem Markteintritt von Iliad auf Qualität und das Business-Segment gesetzt hat. Auf einen Preiskampf mit den Franzosen, die im Bereich Breitband mit Kampfpreisen locken, wolle man sich nicht einlassen. «Diese Strategie ist im ersten Quartal aufgegangen», findet CEO Urs Schaeppi.

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