Unternehmen / Schweiz

Wechsel an der Swisscom-Spitze freut die Börse

Analyse | Der scheidende Swisscom-Chef Urs Schaeppi kann auf ein operativ starkes Geschäftsjahr zurückblicken. Christoph Aeschlimann wird sein Nachfolger.

Die Swisscom hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Die eigentlichen Geschäftszahlen gerieten jedoch bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in den Hintergrund, denn CEO Urs Schaeppi, der das Unternehmen seit 9 Jahren führt, wird auf Ende Mai sein Amt zurücklegen, wie überraschend angekündigt wurde. Die Führungsrolle übernimmt der aktuelle Technologiechef Christoph Aeschlimann, der frischen Wind bringen soll.

Die neue Personalie begründet Verwaltungsratspräsident Michael Rechsteiner damit, dass Aeschlimann insbesondere die hiesige IT- und Netzlandschaft kennt. Swisscom hatte bereits in den vergangenen Jahren mehrere Positionen in der Konzernleitung neu besetzt und damit das Führungsteam verjüngt. «Der CEO-Wechsel ist Teil der Nachfolgeplanung», ergänzte Rechsteiner. 

Höherer Betriebsgewinn

«Es ist für mich der richtige Zeitpunkt, Abschied zu nehmen. Die Swisscom ist solid und gut aufgestellt», erklärt CEO Urs Schaeppi, dessen Abgang aus dem Unternehmen aus eigenen Stücken kommt, wie er betont.

Das eigentliche Geschäftsjahr war für die Swisscom durchaus erfolgreich. Der Telecomkonzern verzeichnete einen leichten Umsatzanstieg von 0,7% auf 11’183 Mio. Fr. Trotz dem Wettbewerb im Heimmarkt stieg der Ebitda um 2,2% auf 4478 Mio. Fr. Unterm Strich stand ein von Einmaleffekten begünstigter Gewinnanstieg von 20% auf 1833 Mio. Fr.

Wie bereits in der Vergangenheit wird der schwächelnde Heimmarkt mit den Telecomdiensten für Endverbraucher hauptsächlich durch das sogenannte Lösungsgeschäft, also Kommunikationslösungen für Businesskunden, aufgefangen. Die Steigerungen beim Umsatz gehen zum grössten Teil auf das Konto der Italien-Tochter Fastweb. Auf Ebitda-Ebene trugen die beiden Geschäftsbereiche in etwa das Gleiche zur Steigerung bei.

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