Unternehmen / Finanz

Swissquote laufen heiss

Analyse | Der Online-Broker setzt für 2021 neue Bestmarken. Das Wachstumstempo dürfte jetzt etwas nachlassen.

Bei Swissquote brummt das Geschäft wie noch nie. Erneut hat der in der Schweiz marktführende Online-Broker seine Guidance übertroffen. Neu werden für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 ein Nettoertrag von 472 Mio. Fr. und ein Vorsteuergewinn von 223 Mio. Fr. erwartet. Genug, um nach 2020 wieder ein Rekordergebnis abzuliefern. Noch im August hatte die in Gland (VD) beheimatete Bank 465 bzw. 2010 Mio. Fr. in Aussicht gestellt.

Gemäss Swissquote-CEO Marc Bürki scheint es indes unwahrscheinlich, dass es in diesem Jahr in diesem hohen Wachstumstempo weitergeht. Auch wenn ein volatileres Marktumfeld an sich gut für das Geschäft ist, weil Kunden dann viel handeln und Transaktionsgebühren generieren. Der Start ins noch junge Geschäftsjahr 2022 sei derweil sehr gut gelungen, sagt Bürki. Trotz positiver Gewinnwarnung reagierten die Swissquote-Titel am Donnerstag im Morgenhandel negativ und gaben zeitweise bis 4% nach.

Viel frisches Vermögen

Nach einer ausserordentlich starken Performance im Jahr 2021 von über 120% befinden sich die Valoren seit Anfang Jahr auf Konsolidierungskurs und haben rund ein Zehntel verloren. Mit einem für 2022 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12 und einem Kurs-Buch-Wert von 5 erscheinen sie im Vergleich zu anderen Aktienkursraketen aber nicht teuer. Auch wenn sich das Wachstumstempo dieses Jahr verringern sollte, dürften sie nicht ausgereizt sein.

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