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Sygnum-CEO: Handelsvolumen steigt

Die Volatilität am Kryptomarkt hat das Handelsvolumen der Zürcher Kryptobank Sygnum steigen lassen.

(AWP) Die Zürcher Kryptobank Sygnum gibt sich trotz der anhaltenden Turbulenzen am Markt für Kryptowährungen gelassen. Der Mai habe sich für das Institut gar als guter Monat erwiesen, da die Handelsvolumen wegen der Volatilität an den Märkten gestiegen seien, sagte Sygnum-CEO Mathias Imbach im Gespräch mit der AWP.

Sygnum generiere fast die Hälfte seiner Einnahmen aus den Handelsaktivitäten, sagte Imbach am Rand der Konferenz «Point Zero Forum», die am Mittwoch und Donnerstag in Zürich durchgeführt wurde.

Die Kundennachfrage sei bereits in den Monaten Januar bis April sehr stark ausgefallen, wobei Sygnum positive Kapitalzuflüsse verzeichnet habe. Aufgrund der zahlreichen geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten wollte der CEO allerdings keine Prognosen über den weiteren Geschäftsverlauf abgeben.

Am Ende des starken Kryptojahres 2021 hatte Sygnum verwaltete Vermögen von mehr als 2 Mrd. Fr. ausgewiesen. Zudem vermeldete das Institut für einige Monate das Überschreiten der operativen Gewinnschwelle (Ebit). Dies werde im laufenden Geschäftsjahr aber wohl nicht mehr der Fall sein, sagte Imbach. Er verwies dabei auf die Investitionen im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie. Sygnum hatte sich dafür Anfang des Jahres über eine Finanzierungsrunde neues Kapital in zweistelliger Millionenhöhe beschafft.

Die in Zürich sowie in Singapur ansässige Kryptobank will nun nach Luxemburg sowie in den Nahen Osten expandieren. Keine Ambitionen hat das Institut dagegen in den USA: «Den US-Markt kann man nur angehen, wenn man ihn sehr detailliert kennt.» Im Hinblick auf den regulatorischen Rahmen seien die Schweiz und Singapur wohl führend – in den USA und vielen weiteren Märkten gebe es dagegen noch viel Unsicherheit über die Rolle der verschiedenen Aufsichtsbehörden, sagte Imbach.

Einen Schub erwartet Imbach in den kommenden Monaten für das noch in den Kinderschuhen steckenden Ökosystem der «Asset Token». Dabei handelt es sich um Token, die Rechte an Vermögenswerten von Unternehmen repräsentieren. Sie hätten den Vorteil, wesentlich weniger volatil zu sein als Kryptowährungen.

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