Märkte / Makro

Synchron in den Abschwung

Nach dem simultanen Aufschwung und der Entkoppelung der US-Wirtschaft kühlt sich nun die Konjunktur in allen wichtigen Wirtschaftsregionen gleichzeitig ab.

Der globale Konjunkturzyklus hat den Zenit überschritten. Diese Einsicht hat in den letzten Wochen die Langfristzinsen nach unten gedrückt und war der Hauptgrund für die Börsenturbulenzen im vergangenen Quartal. Die wichtigsten Frühindikatoren haben im letzten Jahr den Höhepunkt erreicht und zeigen jetzt nach unten. Dazu zählen der vorlaufende Indikator der OECD (Leading Indicator), der globale Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI), das Geschäftsvertrauen in den G7-Staaten und die Konsumentenstimmung in den entwickelten Volkswirtschaften.

Konjunkturexperten und Makro-Investoren reden bereits vom synchronen Abschwung – in Anlehnung an den synchronen Aufschwung von 2017, der 2018 von einer Phase der Divergenz abgelöst wurde. Während sich vor gut einem Jahr die Wirtschaft in China und in der Eurozone abzukühlen begann, drehte die US-Konjunktur, stimuliert durch Steuersenkungen, erst richtig auf. Während der Handelsstreit zwischen den USA und China vor allem den exportorientierten Europäern und Chinesen zu schaffen machte, nahm die US-Wirtschaft davon kaum Schaden.

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