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Tech-Aktien im Abwärtssog der US-Vorgaben

In den USA sind die Tech-Titel auf Talfahrt gegangen. Dies wirkt sich auch auf Schweizer Valoren aus. AMS, Logitech und Co. fallen besonders deutlich.

(AWP) Wenn in den USA die Technologiewerte auf Talfahrt gehen, ist das meist kein gutes Omen für die Aktien in anderen Teilen der Welt. So auch an diesem Dienstag. Der technologielastige Nasdaq 100 (Nasdaq 100 13'998.30 +0.27%) ist am gestrigen Montag auf den tiefsten Stand seit Anfang April abgesackt und hierzulande zieht es AMS und Logitech (LOGN 115.60 -3.18%) Richtung Süden.

Im SMIM (SMIM 3'323.77 +0.59%) büssen vor allem Logitech und AMS ein. Logitech gehörten schon gestern zu den schwächsten Werten. Auch Temenos (TEMN 148.00 +4.08%) und VAT Group (VACN 278.60 +1.6%) stehen unter Druck. In den hinteren Reihen geben Inficon (IFCN 1'072.00 +2.49%), Comet (COTN 255.50 +3.23%) und U-Blox (UBXN 72.20 +1.26%) klar nach.

Den einen einzigen Grund für den Ausverkauf gibt es aktuell nicht. Vielmehr sei es eine Ansammlung von Einflüssen, allen voran die Sorgen um eine sich beschleunigende Inflation. Sie waren in den letzten Wochen immer wieder der Auslöser dafür, dass es zu Verkaufswellen in der Technologiebranche gekommen ist. In den USA sind die Inflationserwartungen mit einer Rate von 2,73% auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen.

Anleger verbinden mit steigender Inflation schon länger die Angst vor steigenden Zinsen. Dies würde für höhere Finanzierungskosten sorgen und Anleihen als alternative zu Aktien attraktiver machen, heisst es von Strategenseite.

Verstärkt werde dies derzeit auch durch saisonale Trends. Nachdem die Märkte im ersten Quartal ein rasantes Wachstum aufs Parkett gelegt hatten, sei die Luft dünn. Zudem zählte der Mai ohnehin traditionell zu den weniger starken Börsenmonaten, erklärt ein Händler.

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