Märkte / Rohstoffe

Tech-Boom beflügelt den Zinnmarkt

Die Zinnpreise kennen gegenwärtig nur eine Richtung: steil nach oben. Förder- und Transportprobleme treffen auf eine stark steigende Nachfrage.

Während die Preisentwicklung anderer Industriemetalle – darunter etwa Kupfer oder Aluminium – zumindest einen Zwischenhalt eingelegt hat, scheint die Hausse von Zinn kein Ende zu nehmen. Mit Notierungen von über 40’000 $ pro Tonne bewegt sich das für seinen niedrigen Schmelzpunkt geschätzte Metall auf einem neuen Allzeithoch. Gegenüber dem Vor-Pandemie-Niveau summiert sich das Plus inzwischen auf mehr als 140%.

Obwohl sich Zinn angesichts seiner Rekordjagd von anderen Rohstoffen abhebt, sind die gleichen Kurstreiber am Werk, die den gesamten Sektor über die vergangenen zwei Jahre dominiert haben. Sprich: Auf der einen Seite beeinträchtigen coronabedingte Einschränkungen die Fördervolumen, während auf der anderen Seite die globale Konjunkturerholung die Nachfrage nach oben treibt.

Stark steigende Nachfrage

Besonders rege präsentiert sich der Bedarf im Elektroniksektor, der sowohl vom Digitalisierungsschub, als auch vom Wachstum grüner Technologien wie der Solarenergie oder der Elektromobilität profitiert. Zum grössten Teil wird Zinn als Lötmaterial verwendet, beispielsweise auf Leiterplatten. Hier kann das Metall angesichts seines niedrigen Schmelzpunkts und der hohen elektrischen Leitfähigkeit seine Stärken ausspielen.

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