Unternehmen / Ausland

Tech-Coronagewinner im Realitätscheck

Die Pandemie hat unser Leben auf den Kopf gestellt – und vielen IT-Firmen eine Sonderkonjunktur beschert. Für manche wird es nun schwerer.

Vielleicht wird Cathie Wood in die Börsengeschichte eingehen wie Henry Blodget. So wie der Merrill-Lynch-Analyst vor zwanzig Jahren der lauteste Fürsprecher von Internetaktien war, so trommelt die Gründerin der Investmentfirma ARK jetzt für Tech-Aktien, insbesondere für diejenigen, die von der Coronapandemie profitieren. Für Blodget endete die Geschichte unrühmlich: Die Internetblase platzte.

Wie sie für Wood ausgehen wird, ist noch offen. Doch gerade trennt sich die Tech-Spreu vom Weizen. Besonders die Coronaprofiteure aus dem High-Tech-Sektor verlieren im jüngsten Ausverkauf.

Beispiel Zoom: Vor einem Jahr kannten nur Insider das Angebot der US-Gesellschaft – inzwischen gibt es wohl kaum jemanden, der noch nicht, beruflich wie privat, an einer Videokonferenz via Zoom teilgenommen hat. In der Bilanz des Unternehmens schlägt sich das nieder. Die jüngsten Quartalszahlen fielen besser aus als erwartet. Die Aktien schwächelten dennoch, haben seit Mitte Februar ein Fünftel eingebüsst. Kein Wunder, weisen sie noch immer fast den dreifachen Wert im Vergleich zu März 2020 auf. Wood ficht das nicht an. Sie sieht Zoom als unterbewertet – und hat vergangene Woche 250’000 Papiere nachgekauft. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?