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Unternehmen / Schweiz

Temenos startet stark ins neue Geschäftsjahr

Der Bankensoftwarehersteller steigert Umsatz und Gewinn. Die Ziele für 2017 werden bestätigt, die Aktie ist weiterhin einen Kauf wert.

Bei Temenos (TEMN 111.4 2.39%) läuft der Laden. Nach einem aussergewöhnlich erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 übertrifft der Bankensoftwarehersteller auch die Erwartungen an das erste Quartal des neuen Jahres. Das Unternehmen steigerte Anfang 2017 Umsatz und Gewinn im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres deutlich, wie aus den am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen hervorgeht.

Der Umsatz stieg 10% auf 143 Mio. $. Zu konstanten Wechselkursen wäre er sogar um 13% gewachsen. Der operative Gewinn auf Stufe Ebit nahm 23% auf 27,3 Mio. $ zu, wobei die Ebit-Marge von 17,2 auf 19,2% stieg. Vor allem das margenstarke Lizenz- und Wartungsgeschäft ist hier der Treiber. Der Gewinn verdoppelte sich beinahe auf 12,1 Mio. $. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich 29% auf 0.27 $.

Hohe Visibilität

Dem Genfer Unternehmen gelingt es weiterhin, neue Kunden zu gewinnen und die durchschnittliche Dealgrösse zu steigern – im ersten Quartal knapp 40%. Nach Regionen betrachtet weitete sich das Geschäft in Europa nur 1% aus, die Region Americas dagegen legte starke 67% zu.

Temenos habe an den guten Verlauf des vergangenen Jahres angeknüpft und sei «stark» in das Jahr 2017 gestartet, lässt sich CEO David Arnott in der Mitteilung des Unternehmens zitieren. Die Banken legten den Fokus nach wie vor auf die digitale Zukunft und richteten entsprechend ihre IT darauf aus.

Die Genfer Softwareschmiede bestätigt zudem ihre Ziele für das gesamte Geschäftsjahr. 10 bis 15% sollen die Lizenzeinnahmen 2017 zunehmen (276 bis 288 Mio. $). Der Gesamtertrag soll zwischen 7,5 und 11% wachsen (667 bis 689 Mio. $). Die Bruttomarge soll auf 31% expandieren. Die Variabilität sei sehr hoch, sagte Finanzchef Max Chuard bereits bei der Präsentation der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres.

Den US-Markt im Visier

Die vom Unternehmen ausgegebene Guidance umfasste dabei keine weiteren grossen Deals und auch nicht die letzte Akquisition, den australischen Softwaredienstleister Rubik. Und genau hier liegt weiteres Überraschungspotenzial des ansonsten planbaren Unternehmensgangs. Angesichts des cashflowträchtigen Geschäftsmodells und des hohen Barmittelbestands (194 Mio. $ per Ende 2016) will Temenos das Wachstum weiter mit Zukäufen unterstützen. Derzeit nimmt sie den starken US-Markt ins Visier und will dort den erfolgreichen Lauf fortsetzen.

Der Trend ist auf der Seite von Temenos, denn die meisten Banken sitzen immer noch auf veralteter IT, die es ihnen nicht erlaubt, ihren Kunden die volle Bandbreite des heute möglichen digitalen Banking zu bieten. Auf der anderen Seite sind viele bankinterne Prozesse immer noch nicht voll digitalisiert.

Die Titel sind zwar mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34 historisch gesehen teuer, seit Anfang Jahr hat der Kurs  über 14% zugelegt. Mit Gewinnmitnahmen muss gerechnet werden. Doch die Wachstumsaussichten des Unternehmens sind intakt. Zu organischem Wachstum wird in Zukunft auch akquisitorisches hinzukommen. Die Aktien sind damit einen Kauf wert.

Die komplette Historie zu Temenos finden Sie hier. »