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Der Schweizer Bevölkerung geht es nicht nur wirtschaftlich besser als den Menschen in vielen anderen Ländern, sie ist auch gesünder. Zu diesem Schluss kommt der neueste Überblick der OECD, «Health at a Glance 2017». Die Lebenserwartung ist hierzulande überdurchschnittlich hoch und der Anteil der übergewichtigen Erwachsenen unterdurchschnittlich – dies nur zwei Indikatoren. Die Qualität des Gesundheitswesens ist sehr gut. Das ist allerdings nicht gratis zu haben. Die Gesundheitsausgaben beliefen sich 2016 auf 12,4% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Nur gerade die USA erreichten mit 17,2% einen höheren Wert. Im Durchschnitt aller OECD-Länder belaufen sich die Gesundheitsausgaben auf 9% des BIP. Die USA und die Schweiz zeichnen sich auch dadurch aus, dass ein vergleichsweise geringer Teil der Kosten vom Staat bzw. von obligatorischen Versicherungen getragen wird. In der Schweiz sind es knapp zwei Drittel. An der Spitze liegt die Schweiz bezüglich der Kosten, die jeder Einzelne selbst tragen muss (Selbstbehalt, Franchise): Sie erreichten 5,3% der Konsumausgaben der Haushalte. Im OECD-Schnitt sind es 3%. Gemäss der jüngsten Prognose der Konjunkturforschungsstelle Kof der ETH wird sich der steigende Trend der Gesundheitsausgaben fortsetzen. Das Wachstum dürfte bis 2019 rund 4% pro Jahr betragen und damit dasjenige des BIP deutlich übertreffen – trübe Aussichten.