Märkte / Makro

Teures Erdöl lässt Schweizer Produzentenpreise steigen

Im August hat der Produzenten- und Importpreisindex überraschend stark angezogen.

Der weltweite Inflationsschub ist auch in der Schweiz zu spüren. Der Produzenten- und Importpreisindex ist im August über Erwarten stark gestiegen. Gegenüber dem Vormonat hat er 0,7% zugelegt. Analysten waren von 0,3% ausgegangen – einer leichten Verlangsamung, nachdem der Index im Juli bereits 0,5% avanciert war.

Damit liegen die Preise ab Fabrik in der Schweiz 4,4% höher als vor zwölf Monaten.

Das Gros des Anstiegs geht vom teureren Erdöl aus. Das Fass der Sorte Brent kostet 74 $, das sind 33 $ mehr als vor einem Jahr. Dieser Kostenschub frisst sich durch die Produzenten- und Importpreisstatistik. Nicht nur importiertes Erdöl hat sich um 58% verteuert, sondern auch zahlreiche mineralölabhängige Grundstoffe der chemischen Industrie kosten mehr. Organika sind im August vor allem gegenüber dem Vormonat teurer geworden (+7%), ebenso Kunststoffe in Primärform (+17%). Das Bundesamt für Statistik nennt sie als die Hauptpreistreiber im August. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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