Unternehmen / Finanz

Teures Fonds-Fiasko der CS

Die Bank rechnet mit Kreditverlusten und weiteren Kosten infolge der Auflösung der Greensill-Fonds.

Thomas Gottstein, CEO der Credit Suisse, verpasste es, anlässlich eines Zwischenberichtes eine rigorose Aufklärung des Zusammenbruchs der Greensill-Lieferkettenfonds anzukündigen. Dies obwohl die Bank warnen musste, dass ihr wegen Greensill Kosten entstehen könnten. Stattdessen hob Gottstein den guten Geschäftsgang im laufenden Jahr hervor.

Teuer könnte die Angelegenheit für die Investoren der gescheiterten Fonds werden. Er könne bezüglich der Auflösung der Lieferkettenfonds keine Versprechungen machen, sagte der CS-CEO an einer Investorenkonferenz. Am 5. März hatte CS wegen Bewertungsunsicherheiten die Liquidierung der Fonds bekannt gegeben, die in Partnerschaft mit der nun insolventen Greensill Capital erstellt worden waren. Die vier Fonds hatten ein Volumen von rund 10 Mrd. $.  Offenbar weiss die CS, dass nicht alle Anlagen des Fonds werthaltig sind.

Für Verluste geradestehen

Die Bank geht offenbar davon aus, für einen Teil der Verluste geradestehen zu müssen, denn sie schreibt, im Zusammenhang mit der Auflösung der Fonds könnten der Credit Suisse «möglicherweise Kosten entstehen». Ein grosser Teil – aber nicht alle – Anlagen der Fonds sind versichert. Strittig sind anscheinend die Gültigkeit der Policen, weil bei Greensill Bilanzbetrug im Spiel sein könnte, und die Frage, wer wann über die Probleme informiert wurde. Hauptversicherer mit einem Volumen von 4,6 Mrd. $ ist Tokio Marine.

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