Unternehmen / Ausland

Thales schnappt sich Gemalto

Der Rüstungskonzern setzt sich im Bieterrennen um Gemalto gegen Atos durch.

Thales, nicht Atos, wird den in den Niederlanden kotierten Chipkartenspezialisten Gemalto übernehmen. Dafür will der staatsnahe, französische Rüstungskonzern Thales 51 € pro Aktie zahlen, was Gemalto einen Wert von 4,8 Mrd. € gibt. Das entspricht einem Aufpreis von 48% gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittspreis der Aktien über drei Monate. Der IT-Konzern Atos hatte im Vorfeld ungebeten 46 € pro Titel geboten, was Gemalto mit 4,3 Mrd. € bewertet.

Kommt die Übernahme zustande, wäre es die grösste europäische Technologietransaktion des Jahres. Das Thales-Kaufangebot wurde am Sonntag öffentlich. Gleichentags meldete Atos, mit Blick auf ihre «finanzielle Disziplin» kein Gegenangebot lancieren zu wollen. Nur wenn ein Angebot dasjenige von Thales um 9% überböte, würde die  Transaktion in Frage gestellt. Ein Gegenangebot hätte Atos zudem verpflichtet, sowohl den Gemalto- wie auch den Thales-Aktionären eine Gebühr zu zahlen, was die Transaktion für Atos massiv verteuert hätte.

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