Märkte / Makro

Theorien allein reichen nicht

Drei US-Professoren erhalten den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, weil sie die Entwicklungsökonomie mit Feldexperimenten vor Ort revolutioniert haben.

Ausgerechnet bei der Vorstellung der diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften unterlief der Königlichen Schwedischen Akademie ein Lapsus. Um in die Thematik der Entwicklungsökonomie einzusteigen, in der die drei Prämierten forschen, verwies die Akademie darauf, dass die Armutsrate weltweit deutlich gefallen sei. Aber wie wurde das ermittelt? Anhand eines Durchschnitts der Pro-Kopf-Einkommen pro Land, des Bruttoinlandprodukts? Genau gegen solche Verallgemeinerungen, die auf simplen Durchschnittskalkulationen basieren, wenden sich die drei Wissenschaftler in ihrer Arbeit.

Michael Kremer, Esther Duflo und Abhijit Banerjee werden dafür geehrt, vor rund zwanzig Jahren eine Methodik in der Entwicklungsökonomie eingeführt zu haben, die erstmals konsistente und objektive Wirkungsanalysen in der Untersuchung von Armut ermöglicht hat.

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