Unternehmen / Finanz

Thomas Gottstein: «Die Investoren zu überzeugen, braucht Geduld»

Der CEO von Credit Suisse gibt sich im Interview optimistisch, wünscht sich aber mehr echten Wettbewerb in der Finanzbranche.

Valentin Ade und Jeffrey Vögeli

Nach knapp sechs Monaten an der Spitze der zweitgrössten Schweizer Bank hat Thomas Gottstein erste Anpassungen an der Struktur vorgenommen. Obwohl das Rekordresultat des ersten Halbjahres stark durch die Coronapandemie beeinflusst war, sieht er Credit Suisse nachhaltig auf dem richtigen Weg. Die grösste Herausforderung bleibt, auch die Investoren davon zu überzeugen.

Herr Gottstein, Sie haben am Donnerstag einige Massnahmen kommuniziert – sie legen Divisionen zusammen, schliessen Filialen und wollen so 400 Mio. Fr. sparen. Wird das nachhaltig zu Eigenkapitalrenditen über 10% führen oder werden sie danach weiter an der Kostenschraube drehen müssen?
Wir hatten im ersten Quartal 13% Eigenkapitalrendite, im zweiten 11% und über die letzten zwölf Monate 10,4%. Wir haben jetzt gezeigt, dass wir das Ziel von 10% effektiv erreichen können. Unsere Strategie mit Fokus auf Private Banking und starke Investmentbanking-Fähigkeiten funktioniert. Was wir jetzt bekanntgegeben haben, machen wir aus einer Position der Stärke.

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